n/a

Full Tilt Poker: Prüfbericht über Lizenzentzug

Am 29. Juni 2011 wurde die Online-Pokerwelt durch den Lizenzentzug einer der größten Online-Poker Plattformen überrascht. In der Szene wurde dieser Tag als Black Friday bekannt. Spielern wurden, im Zuge der Ermittlungen gegen die Betreiber, ihre Konten eingefroren und die Plattform von Full Tilt Poker wurde ebenso von den ermittelnden amerikanische Behörden stillgelegt, so dass kein weiterer Spielbetrieb mehr möglich war. Da die Plattform bis dato einen exzellenten Ruf in der Szene genoß, waren die eingefrorenen Summen, aufgrund der Größe der Plattform – Kenner der Szene, sprechen von der zweitgrößten überhaupt – enorm.

Nun wurden die Vorgänge, welche letztendlich zu diesem Lizenzentzug geführt hatten, genauer in einem Bericht der Alderney Gaming Control Comission, kurz AGCC, genauer hinterleuchtet. Dieser von Peter Dean, dem ehemaligen Vorsitzenden der British Gambling Comission, verfasste Bericht, nimmt auf 12 Seiten genauer Stellung zu den Entwicklungen, welche letztendlich zum Supergau für die Spieleplattform, mitsamt ihren mehreren hunderttausenden Spielern, geführt hat.

Hauptsächlich geht Dean auf die Angemessenheit und Fairness sowie die zeitnahe Abwicklung der Massnahmen gegen Full Tilt Poker ein. Im Nachhall des Black Friday wurde der AGCC, hauptsächlich von seiten der geschädigten Spieler, des Öfteren vorgeworfen, zu langsam gehandelt zu haben, respektive als Kontrollinstanz versagt zu haben.

Dean hingegen kommt in seinem Bericht zu einem anderen abschließenden Urteil. Laut ihm habe die AGCC „prompt und verhältnismäßig“ gehandelt. Es seien mit dem Aufkommen der ersten Anzeichen von Unregelmäßigkeiten beziehungsweise von Verletzungen der Auflagen für die Lizenz, unverzüglich die üblichen Schritte eingeleitet worden.

Diese bestehen darin, dass man nach Hinweisen zu Unregelmäßigkeiten eine Untersuchung von seiten der AGCC einleitet, die hierdurch erhaltenen Erkenntisse dann auswertet und danach dann entscheidet, ob die Vorwürfe stichhaltig seien. Im Falle von Full Tilt Poker seien sie es gewesen.

Deswegen wurden laut Dean auch die restliche Abwicklung prompt durchgeführt, so sei auch die anschließende mündliche Verhandlung mit den Verantwortlichen und der letztlich dadurch verhängte Lizenzentzug, ohne jede Beanstandung, erfolgt.

Allerdings gibt Dean dann doch noch noch einige Ratschläge am Ende seines Prüfberichts, mit denen seiner Ansicht nach künftige Verfahren noch effizienter gestaltet werden könnten. Unter anderem schlägt er vor, dass die AGCC eine direkte, permanente Verbindung zu seinen Lizenznehmern unterhalten sollte, so dass Informationen noch schneller vorhanden wären. Und die AGCC somit noch handlungsschneller.